Colin Crouch, Postdemokratie und Liebe

Alles ist heute ökonomisiert, selbst die Liebe zwischen zwei Menschen wird von manchen Ökonomen als bloßer als Deal gesehen. Wie konnte es dazu kommen?

Teilweise, weil diese Sichtweise nützlich ist. Das Wirtschaftsdenken hat viele Vorteile, das streite ich nicht ab. Aber wir sollten nicht zulassen, dass es uns dominiert. Es hat sich durchgesetzt, da die größten Mächte unserer Zeit die Großkonzerne sind, allen voran die Banken, die natürlich nach diesen Prinzipien funktionieren.

Auch der Zwang zur ständigen Optimierung entspringt dem Primat der Wirtschaft. Fühlen sich die Menschen davon nicht überfordert?

Effizienz ist gut, aber nicht alles. Für die Wirtschaft gibt es nur ein Ziel: Gewinnmaximierung. In allen anderen Lebensbereichen haben wir viele Ziele. Dazu gehören auch Ruhe und Entspannung. Wir brauchen ein Gleichgewicht im Leben. Optimieren ist gut, nur maximieren zu wollen, ist sehr gefährlich.https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/international/788459_Dann-ist-alles-verloren.html

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